Homöopathie bei Fußpilz

Das Auftreten von Fußpilz kann mit verschiedenen Symptomen einhergehen. Hierzu gehören häufig ein bestehender Juckreiz, die Rötung des Hautbereichs, sowie die Bildung von Blasen oder Schuppen. Der Fußpilz kann auch mit einem unangenehmen Geruch einhergehen. Die Erkrankung wird durch verschiedene Arten von Pilzen, wie beispielsweise Fadenpilze oder Schimmelpilze verursacht.

Der Fußpilz wird auch als Tinea pedis bezeichnet und entsteht durch das Eindringen der Pilzerreger an geschädigten Hautarealen. Hierbei liegen oft kleine Risse der Haut, beispielsweise zwischen zwei Zehen, vor. Hinzu kommt die Begünstigung der Hauterkrankung durch das Vorliegen einer Zuckerkrankheit, da hierbei die Versorgung durch die Nerven im Bereich der Füße nicht mehr regelhaft funktioniert.

Diese Homöopathika werden verwendet

Bei Fußpilz können verschiedene homöopathische Mittel zur Anwendung kommen:

  • Acidum fluoricum
  • Silicea
  • Kalium chloratum
  • Bellis perennis
  • Kalium phosphoricum

Acidum fluoricum

Wann kommt es zum Einsatz
Das homöopathische Mittel Acidum fluoricum kann bei Fußpilz und anderen Hauterkrankungen angewendet werden. Auch bei Muskelkrämpfen oder Morbus Basedow kommt es zum Einsatz.

Wirkung
Acidum fluoricum besitzt eine stärkende und ankurbelnde Wirkung auf das Immunsystem des Körpers und fördert zusätzlich die eigenen Heilungskräfte bei Verletzungen.

Dosierung
Für eigenständige Anwendungen des Homöopathikums werden die Potenzen D6 oder D12 empfohlen.

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Silicea

Wann kommt es zum Einsatz
Silicea kann bei verschiedensten Reizungen und Läsionen der Haut, wie Karbunkel, Akne oder Fußpilz, sowie bei Entzündungen des Mittelohrs oder Grippe zum Einsatz kommen.

Wirkung
Das homöopathische Mittel wirkt antientzündlich und sorgt für eine schnellere Regeneration von Verletzungen im Bereich der Haut.

Dosierung
Für die Einnahme von Silicea werden die Globuli mit den Potenzen D6 oder D12 empfohlen.

Kalium chloratum

Wann kommt es zum Einsatz
Kalium chloratum, welches auch als Schüssler-Salz eingesetzt wird, wird bei Entzündungen des Halses oder der Mandeln, sowie bei Fußpilz und Entzündungen der Schleimbeutel an Gelenken eingesetzt.

Wirkung
Das Homöopathikum wirkt hemmend auf bestehende Entzündungsprozesse und unterstützt das Immunsystem.

Dosierung
Die Dosierung von Kalium chloratum wird bei der Behandlung von Fußpilz mit den Potenzen D6 oder D12 empfohlen.

Bellis perennis

Wann kommt es zum Einsatz
Bellis perennis kann bei verschiedenen Verletzungen und in der Wundversorgung, Hämatomen, also Blutergüssen, und bei Fußpilz zum Einsatz kommen.

Wirkung
Die Wirkung von Bellis perennis beruht auf der Förderung der Regeneration von Wunden und dem Ankurbeln der Heilungsprozesse des Körpers.

Dosierung
Das homöopathische Mittel kann bei eigenständiger Behandlung von Fußpilz mit den Potenzen D6 oder D12 eingenommen werden.

Kalium phosphoricum

Wann kommt es zum Einsatz
Das homöopathische Mittel Kalium phosphoricum wird in erster Linie bei Störungen des Nervensystems, wie beispielsweise starken Schmerzen, eingesetzt. Aber auch bei Fußpilz kann es zur Anwendung kommen.

Wirkung
Kalium phosphoricum wirkt reduzierend auf bestehende Schmerzen und kurbelt verschiedene Stoffwechselprozesse im Körper an.

Dosierung
Die Dosierung des Homöopathikums sollte bei Fußpilz mit den Potenzen D6 oder D12 erfolgen.

Gibt es ein passendes Komplexmittel?

Silicea colloidalis comp. Hautgel®

Wirkstoffe
Das Komplexmittel Silicea colloidalis comp. Hautgel® enthält die Wirkstoffe

  • Silicea colloidalis
  • die kolloidale Kieselsäure
  • ein ätherisches Öl aus der Schale von Zitronen (Limonis aetheroleum)

Wirkung
Die Wirkung des Komplexmittels beruht auf der Linderung von Juckreiz und der lokalen Kühlung. Des Weiteren werden die natürlichen Barrieren der Haut gestärkt und die Pilzerreger bekämpft.

Dosierung
Das Hautgel kann mehrmals am Tag auf den entsprechenden Bereich aufgetragen werden. Die Anwendung sollte nicht länger als zwei Wochen andauern.

JSO Bicomplex 10

Wirkstoffe
In dem Komplexmittel JSO Bicomplex 10 sind die homöopathischen Wirkstoffe

  • Calcium fluoratum D12
  • Kalium phosphoricum D6
  • Natrium chloratum D6
  • Silicea D12

Wirkung
Da Komplexmittel wirkt stärkend auf die Struktur der Nägel und fördert so die Regeneration der Nagelläsionen.

Dosierung
Die homöopathischen Tabletten können am Tag bis zu sechsmal mit je einer Tablette eingenommen werden.

Homöopathie bei starkem Nagelpilz

Bei starkem Nagelpilz stehen verschiedene homöopathische Mittel zur Verfügung. Hierzu gehört beispielsweise Silicea, empfohlen in der Potenz D12. Es eignet sich besonders gut bei Entzündungen und weiteren Läsionen des Nagels, wie beispielsweise einem Einwachsen.

Bei sogenannten Rezidiven, also sich wiederholenden Infektionen mit Nagelpilz, kann auch Acidum hydrofluoricum zum Einsatz kommen. Dieses Homöopathikum eignet sich auch gut bei brüchigen Nägeln und wird in der Potenz D12 zur Anwendung empfohlen. Jedoch sollte die Anwendung von homöopathischen Mitteln bei starkem Nagelpilz nur unterstützend erfolgen, da der Effekt auf die Erregerbeseitigung nicht ausreicht.

Wie häufig und wie lange sollte ich die Homöopathika nehmen?

Die Länge und Häufigkeit der einzunehmenden Homöopathika hängt von der Art und Ausprägung des Fußpilzes ab. Generell ist eine konsequente Anwendung der homöopathischen Mittel sehr wichtig, da der Fußpilz in der Regel recht hartnäckig ist. Daher wird auch empfohlen, den Fußpilz ärztlich untersuchen und behandeln zu lassen.
Hierbei können die homöopathischen Mittel unterstützend genommen werden, wobei die Länge der Einnahme der Homöopathika die Haupttherapie mitunter überschreiten kann.

Behandlung der Erkrankung nur mit Homöopathie oder nur als unterstützende Therapie?

Bei Fußpilz ist die Behandlung häufig recht schwierig, da die Pilzerreger in den Gewebsstrukturen recht hartnäckig sind. Daher ist der Erfolg der Homöopathie in den meisten Fällen nur eingeschränkt. Nach einer ausbleibenden Besserung innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen sollte zeitnah eine ärztliche Vorstellung erfolgen.

In den meisten Fällen werden antimykotisch wirkende Medikamente verschrieben, die also direkt gegen die Pilze gerichtet sind. Diese wirken effektiv und recht schnell. Hier kann die homöopathische Behandlung unterstützend fungieren. Eine alleinige homöopathische Therapie ist nicht empfehlenswert, da mögliche Komplikationen dadurch begünstigt werden können.

Fußpilz bei Kindern

Bei Kindern kann es ebenfalls zum Auftreten von Fußpilz kommen. Hier gibt es zusätzlich begünstigende Faktoren, wie beispielsweise das Spielen in öffentlichen Freibädern mit mangelnder anschließender Hygiene. Auch ein vermehrtes Schwitzen an den Füßen, beispielsweise bei falschem Schuhwerk, unterstützt die Ausbildung von Fußpilz.

Als homöopathische Therapieoptionen können bei Kindern prinzipiell dieselben Wirkstoffe zur Anwendung kommen. Bezüglich der Dosierung sollte bei Unklarheiten bei einem homöopathischen Facharzt nachgefragt werden. Allerdings wird die Homöopathie bei Fußpilz bei Kindern nur unterstützend empfohlen.

Wann muss ich zum Arzt?

Da die Behandlung von Fußpilz häufig eine schulmedizinische Therapie erfordert, sollte bei dem Vorliegen von Fußpilz der Gang zum Arzt erfolgen. In einigen wenigen Fällen kann versucht werden, den Fußpilz selbstständig zu behandeln, wobei der Erfolg hierbei eher fragwürdig bleibt.

Sollten zusätzliche Symptome, wie Schmerzen oder ein schnelles Wachsen der Läsion, vorliegen, ist in jedem Falle zeitnah ein Arzt aufzusuchen. Auch beim Ausbleiben des Erfolgs der homöopathischen Behandlung sollte eine ärztliche Untersuchung stattfinden.

Weitere alternative Therapieformen

Eine mögliche alternative Therapieform zur Anwendung bei Fußpilz ist der Einsatz von sogenannten Mikroorganismen. Dabei handelt es sich in der Regel um Bakterien, die lokal an der Stelle der Fußpilzinfektion aufgetragen werden. Sie sorgen dafür, dass die Vermehrung der Pilze erschwert wird, wodurch diese folglich abgetötet werden können.
Ein mögliches Präparat hierfür ist Acidophilus, welches sogenannte Laktobazillen enthält. Die Anwendung sollte konsequent für eine Woche durchgeführt werden.

Nach der Traditionellen Chinesischen Medizin wird der Fußpilz in erster Linie mit Salben und Kräutern behandelt. Hierbei wird das Behandlungskonzept an die Art und Ausprägung der Fußpilzinfektion angepasst. Dabei wird eine Tinktur aus verschiedenen Heilkräutern individuell nach dem vorliegenden Fußpilz hergestellt und aufgetragen. Bei hartnäckigeren Läsionen kann gegebenenfalls der Einsatz von einer Teemischung aus verschiedenen ganzheitlich wirkenden Heilkräutern angebracht sein.

Welche Hausmittel können mir helfen?

Es gibt verschiedene Hausmittel, die zur Abheilung von Fußpilz beitragen können.

Das Auftragen von Backpulver im Bereich des Fußpilzes führt zu einer lokalen Austrocknung der Haut. Dadurch werden den auslösenden Pilzen ihre optimalen Umgebungsbedingungen genommen. Die Pilze bevorzugen nämlich ein warmes und feuchtes Milieu zur Vermehrung. Beim Auftragen des Backpulvers sollte der Fuß entsprechend gelagert werden, damit das Backpulver für einen gewissen Zeitraum auf der Haut verbleibt.

Ein weiteres beliebtes Hausmittel ist das Fußbad. Hierfür eignet sich beispielsweise ein Salzbad, das mit fünf Esslöffeln Kochsalz auf einen Liter kochendes Wasser hergestellt wird. Nach dem Abkühlen auf eine lauwarme Temperatur kann das Bad für eine viertel Stunde zweimal pro Tag angewendet werden. Ebenso kann ein Fußbad mit Apfelessig und Zitrone zur Anwendung kommen. Hierbei wird ein viertel Liter Apfelessig auf drei Liter Wasser verdünnt. Die Verwendung des Fußbads kann ebenfalls für zwanzig Minuten zweimal täglich erfolgen.

Das Auftragen von Zahnpasta auf den Bereich des Fußpilzes wirkt durch die Inhaltsstoffe der Zahncreme. Diese richten sich unter anderem direkt gegen Pilze und können so die Heilung des Fußpilzes unterstützen.

Lesen mehr zu diesem Thema in dem gesonderten Artikel: Hausmittel gegen Fußpilz

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