Test auf Schlaganfall

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Therapie bei Cluster-Kopfschmerzen

Clusterkopfschmerzen sind Kopfschmerzen, die über einen gewissen Zeitraum gehäuft, „clusterförmig“ auftreten und dann für ein gewisses Intervall wieder verschwinden.
Eine Schmerzepisode ist etwa 15 Min bis ca. 3 Stunden lang. Es handelt sich hierbei um heftigste, einseitig auftretende Kopfschmerzen im Bereich des Auges. Sie treten häufig nachts auf und können von Symptomen wie vermehrtem Tränenfluss oder einer Engstellung der Pupille begleitet sein.
Umfassende Informationen rund um die Nerurologie und weiteren Arten von Kopfschmerzen finden Sie auf dieser Seite: Neurologische Erkrankungen

Für weitere Informationen lesen Sie: Craniosacrale Therapie



Physiotherapie bei Clusterkopfschmerzen

Wobei bei Spannungskopfschmerzen, Migräne oder vielen anderen Kopfschmerzformen muskuläre Entspannung, Haltungskorrekturen oder leichte Gymnastik vielversprechende Linderung versprechen, ist Physiotherapie bei Clusterkopfschmerzen nicht hilfreich.
Weder Massagen, noch eine langfristige Haltungsveränderung wirken sich auf die Kopfschmerzen aus. Auch Mittel der physikalischen Therapie, wie Elektrotherapie oder Wärmebehandlung (Fango, Rotlicht) erweisen sich als ineffizient. Die Therapie nimmt keinen Einfluss auf das Auftreten, die Häufigkeit und Dauer von Intervallen oder die Stärke von Clusterkopfschmerzen. Auch Entspannungstechniken, Akupunktur oder andere nicht medikamentöse Therapieformen scheinen wirkungslos.

Medikamente

Um gegen Clusterkopfschmerzen anzugehen, sollte auf herkömmliche Schmerzmedikamente wie Ibuprofen oder Paracetamol verzichtet werden. Diese sind bei Clusterkopfschmerzen wirkungslos. Besonders bevor die Diagnose Clusterkopfschmerz steht, werden allerdings fälschlicherweise herkömmliche Schmerzmedikamente eingenommen, da das Ende einer Schmerzepisode auf die Einnahme der Medikamente zurückgeführt wird.
Nicht desto trotz steht die medikamentöse Therapie bei der Behandlung von Clusterkopfschmerzen im Vordergrund.
Um eine wirkungsvolle Medikation zu wählen, wird zunächst zwischen Akut-Clusterkopfschmerzen und chronischen Clusterkopfschmerzen unterschieden.

In der Akutphase kommen zum Einsatz:

  • Medikamente namens Triptane
  • Inhalation von reinem Sauerstoff 

Bei Triptanen handelt es sich um Medikamente, die wie der Botenstoff Serotonin wirken. Sie nehmen EInfluss auf die Durchblutung der Gefäße des Gehirns. Die Medikamente können nasal, oral  oder auch subkutan eingenommen werden und werden ebenfalls zur Migränebehandlung eingesetzt. Nebenwirkungen oder Kontraindikationen sollten vor Einnahme mit dem verordnenden Arzt abgeklärt werden! Alternativ kommt das Lokalanästhetikum Lidocain zum Einsatz, welches die Empfindlichkeit von Nerven hemmt.

In der chronischen Phase sind eher die folgenden Medikamente vorgesehen:

  • Verapamil - ein eigentliches Bluthochdruckmittel
  • Lithium - ein Medikament, welches auch in der Behandlung psychischer Störungen angewandt wird

Es handelt sich um verschreibungspflichtige Medikamente, bei deren Einnahme bestimmte Nebenwirkungen, Komplikationen und Kontraindikationen abgeklärt werden sollten. Sprechen Sie vor der Einnahme mit ihrem Arzt!

 

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Triptane, Alkohol und Rauchen

Die Ursache für das Auftreten von Clusterkopfschmerzen ist noch nicht hingehend geklärt. Allerdings kennt man bestimmte Triggerfaktoren für Clusterkopfschmerzen:

  • Alkohol
  • der Aufenthalt in großen Höhen
  • Histamin
  • Nitroglycerin

Das Aufhören des Rauchens hingegen wird als besonders wichtiger Faktor gesehen, einerseits Episoden zu vermeiden und andererseits den Übergang der akuten Verlaufsform in die chronische zu verhindern.
Triptane werden bei Clusterkopfschmerzen in der Form von „Sumatriptan“ intranasal oder subcutan verabreicht. Subcutan wirkt das Medikament zuverlässig bereits nach einigen Minuten und zeigt auch bei längerfristigem Einsatz keine Einbußen in seiner Wirksamkeit. Nasal eingenommen ist die Wirkung verlangsamt. Zur Vorbeugung weiterer Anfälle ist eine gezielte, abgestimmte medikamentöse Therapie sinnvoll. 

Inhalation von 100%igem Sauerstoff zur Akutbehandlung

Bei einer akuten Kopfschmerzattacke hat sich die Inhalation von reinem Sauerstoff als sehr hilfreich erwiesen. Über eine Gesichtsmaske kann das Gas schonend und effektiv aufgenommen werden.
Über 15 Minuten wird eine Menge von ca. 7L Sauerstoff pro Minute eingeatmet. Anschließend sollten sich die Symptome deutlich reduziert haben. Es kommt zu einer Veränderung der Durchblutung in intracerebralen Gefäßen (Gefäßen im Gehirn).
Es gibt keinerlei Nebenwirkungen dieser Anwendung und sie kann besonders bei Begleitsymptomen (wie Naselaufen) hilfreich sein.
Ein Nachteil ist die etwas unpraktische Anwendung. Die Gesichtsmaske und die Sauerstoffflasche sind schlecht transportierbar. Weiterhin besteht keine prophylaktische Wirkung. Die Einnahme von 100%igem Sauerstoff ist hilfreich, um einen akuten Kopfschmerzschub zu beenden, beugt aber keiner neuen Attacke vor. Es handelt sich also um eine symptomatische Therapie. Nichts desto trotz eine sehr schonende und hilfreiche Therapieform.

Intervalltherapie

Zwischen den Kopfschmerz-Clustern gibt es bei der akuten Form des Clusterkopfschmerzes so genannte episodenfreie Intervalle. Innerhalb dieser Intervalle findet eine prophylaktische Therapie statt, um das Auftreten erneuter Cluster zu verhindern. Medikamente, die zur längeren Einnahme geeignet sind, sind zum Beispiel:

  • Ergotamin 
  • Verapamil
  • Lithium
  • Triptane

Diese Medikamente können zusätzlich zu den Akut-Phase Medikamenten eingenommen werden. Eine genaue Dosierung und Abstimmung der Medikamente erfolgt durch den behandelnden Arzt.

Ergotamintartrat ist ein gefäßstimulierendes Mittel mit relativ geringen Nebenwirkungen. Das Medikament kann über einen längeren Zeitraum eingenommen werden und soll eine Erfolgsquote von bis zu 70% aufweisen.
Triptane, die bei der akuten Therapie zum Einsatz kommen, können auch anders dosiert zur Intervallbehandlung eingesetzt werden.
Verapamil ist ein Kalziumantagonist (Herzmedikament) und hat eine gute Verträglichkeit in der Langzeiteinnahme.
Lithium (Psychopharmaka) wirkt ähnlich auf Clusterkopfschmerzen, ist aber meist nicht so gut verträglich wie Verapamil. Beide Medikamente zeigen erst nach einer gewissen Einnahmezeit (ca. eine Woche) eine deutliche Verbesserung der Symptome, daher werden auch Corticosteroide zur kurzzeitigen Ergänzung häufig eingenommen.
Eine individuell abgestimmte und angepasste Medikation sollte vom behandelnden Arzt angepasst werden. Aus der Vielzahl der Medikamente sollte eine Auswahl getroffen werden, die für den Patienten individuell am effektivsten ist (z.B. bei jungen Frauen mit Kinderwunsch Medikamente entsprechend wählen). Ziel ist es, durch eine möglichst effektive Medikation das erneute Auftreten von Clusterkopfschmerzen zu verhindern.

Weitere Therapieformen

Da die nicht medikamentöse Therapie sich als wirkungslos präsentiert, ist die Zahl alternativer Therapieformen gering.

  • Als alternatives Medikament kann das pflanzliche Capsaicin genannt werden. Es handelt sich um ein pflanzliches Analgetikum mit Wirkung auf entzündliche Prozesse. Der Stoff wird verdünnt in die Nasenschleimhaut ampliziert. Es kommt zu einem heftigen Brennen und einer Reizung der Schleimhaut, aber anschließend zu einer Verbesserung der Kopfschmerzsymptomatik.
  • Eine Möglichkeit zur Operation besteht, ist allerdings nur bei chronischen Clusterkopfschmerzen indiziert, und hier auch längst nicht bei allen Patienten. Nur bei therapieresistenten Kopfschmerzen, die bereits in Schwerpunktzentren versucht wurden, medikamentös zu behandeln sollte über eine mögliche Operation nachgedacht werden. Etwa bei 1% der chronsichen Clusterkopfschmerzpatienten kommt eine OP in Frage. Es gibt verschiedene Herangehensweisen bei einer Operation, die vom entsprechenden Artz mit dem Patienten direkt abgesprochen werden sollten. in Frage kommen tiefe Hirnstimulation, Blockaden einzelner Nerven, okzipitale Nervensimulation und andere Techniken.

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Prophylaxe von Clusterkopfschmerzen

Neben der medikamentösen Therapie im episodenfreien Intervall bestehen wenig Möglichkeiten zur Prophylaxe. Eine Stressreduktion oder Verhaltenstehrapie oder eine Haltungsschulung kommen nicht in Frage. Wichtig ist eine Art Kopfschmerztagebuch zu führen, um mögliche Trigger für Clusterepisoden zu identifizieren und zu vermeiden. Hier äußern sich vor allem Alkohol oder andere gefäßbeeinflussende Substanzen als auslösend. Nitroglycerin und Histamin oder auch Aufenthalte in großer Höhe können Clusterkopfschmerzen auslösen. Besonders eine Rauchentwöhnung ist indiziert, um einen chronischen Verlauf zu vermeiden.