Achillessehne Tapen

Einleitung

Die Achillessehne verbindet den Muskulus triceps surae (Wadenmuskulatur) mit dem Fersenbein, wo die Achillessehne ansetzt. Der Ursprung der Wadenmuskulatur liegt an der Kniekehle, dessen Funktion unter anderem das Ausstrecken des Fußes oder der Stand auf den Zehenspitzen ist. Im Alltag und Sport ist die Achillessehne starken Kräften ausgesetzt. Auch wenn sie sehr zugfest ist, kann sie gereizt werden. So ist es wichtig, dass sie unterstützt wird. Durch die dauerhafte Beanspruchung, erhöht sich der Tonus der Muskulatur und es können Schmerzen hinzukommen.

Kinesiotape

Der Stoff aus dem das Kinesiotape hergestellt wird, ist dehnbarer als beim Leukotape. Grundbestandteil ist Baumwolle. Damit das Kinesiotape auf der Haut haften bleibt, wird Acrylkleber verwendet. Aufgrund der Dehnfähigkeit, ist es flexibel und passt sich alltäglichen und sportlichen Bewegungen an. Das Kinesiotape wird unter Zug, auf die Haut aufgeklebt und hat so eine gewisse unterstützende Wirkung. Wenn sie sich bewegen, geht es mit und reduziert Schmerz. Nachdem der Therapeut das Kinesiotape unter Zug aufgetragen hat, wird das Kinesiotape unter Reibung erwärmt. So kommt Wärme auf das Gebiet und der Muskel setzt den Tonus runter. Ein Kinesiotape kann durch seine feine Struktur, locker bis zu einer Woche und auch beim Duschen oder Baden getragen werden. Im Falle von Hautirritationen oder Allergien, sollte das Kinesiotape nicht getragen werden. Die Farbauswahl beim Kinesiotape ist vielfältig. Jede Farbe hat eine bestimmte Besonderheit, die sich auf den Körper auswirkt. Für die wärmende Wirkung ist zum Beispiel Rot, eine geeignete Farbe.

Weitere Informationen finden Sie in dem Artikel Kinesiotape

Leukotape

Ein Leukotape ist besonders für die Unterstützung eines Gelenkes geeignet. Es ist fester als ein Kinesiotape und stabilisiert das Gelenk besser. Besonders nach Verletzungen an Bändern, Sehnen oder Muskeln, festigt ein Leukotape diese Strukturen und verstärkt sie hervorragend im Alltag und Sport. Durch die Beständigkeit des Materials, werden ausweichende Bewegungen gestoppt. Besonders bei Verletzungen der Achillessehne oder der Strukturen am Sprunggelenk, sollten bestimmte Bewegung vermieden werden. Denn besonders beim Laufen oder Sprinten, wirkt viel Kraft auf die Strukturen. Allerdings sollten auch hierbei, geringe Bewegungen möglich sein. So lässt die Beweglichkeit nicht zu sehr nach und es entsteht kein zu hoher Druck auf dem Gelenk. Ein Leukotape ist im Gegensatz zum Kinesiotape, nur für eine kurze Zeit zum Tragen geeignet. Maximal drei Tage sollte es auf der Haut sein und nicht länger. Bei Hautirritation oder Schweiß (z.B. durch Sport) sollte es gleich abgenommen werden. Wegen dem festen Material, kann keine Flüssigkeit entweichen und es kommt keine Luft an die Stelle. Auch der Stoff beim Leukotape, besteht aus Baumwolle und Kautschuk als Klebemasse.

Kosten

Ob Kinesiotape oder Leukotape, kann dies bis zu zwanzig Euro pro Anwendung kosten. Je nachdem wie sie versichert sind, kann ihre Krankenversicherung die Kosten übernehmen. Gesetzliche Krankenkassen erstatten diese in der Regel nicht. Hingegen es Privatkrankenkassen gibt, die dies bezahlen. Daher sollte man sich immer darüber informieren, ob ihre Versicherung dazugehört.

Anleitung

Wir tapen im Verlauf des Muskulus triceps surae und schauen uns den Verlauf an. Dieser hat seinen Ursprung an der Kniekehle und zieht runter zum Fersenbein. Daher nehmen wir bei Beschwerden an der Achillessehne die Mitte der Ferse als Ausgangspunkt und enden kurz unterhalb der Kniekehle. Am Fersenbein wird das Kinesiotape in zwei Hälften geteilt, getrennt und nach oben gezogen. Die Länge des Streifens ist exakt der Abstand, zwischen Ferse und Kniekehle. Auch darf der Streifen etwas kürzer sein, da das Kinesiotape vor dem Auftragen noch unter Zug gebracht wird. Davon brauchen wir zwei Stück, mit der gleichen Länge. Die Ecken der Enden werden abgeschnitten und sind kurvig zurechtgeformt. So hält das Kinesiotape besser und bleibt länger auf der Haut haften.

Wir nehmen den ersten Streifen und ziehen es in der Mitte auseinander, sodass das Papier sich in der Mitte voneinander trennt. Allerdings wird das Papier noch nicht entfernt. Es wird erstmal nur in zwei Teile gerissen. Die Fußspitzen werden dann in Richtung der Nase herangezogen, sodass der Muskel und die Achillessehne gedehnt werden. Wir tapen immer nur unter Vordehnung der Muskulatur. Für das Aufragen sollten wir erwähnen, dass am Ende auf dem Kinesiotape, nur kleine Ausfaltungen vorhanden sein sollten. Dies ist nicht zu Verwechseln mit Falten, die durch das Auftragen entstanden sind. Solche kleinen Ausfaltungen wirken während einer Bewegung, wie eine Massage auf der Haut. Und diese entstehen erst, nachdem sie den Muskel nach der Vordehnung, wieder gelockert haben. Das Papier wird auf der einen Seite abgezogen und das freie Ende wird an die Mitte der Ferse geklebt. Dann reiben sie das Kinesiotape auf die Haut und bringen den restlichen Streifen unter Zug. Nachdem sie den Streifen gedehnt haben, tragen sie es im Verlauf des Muskels auf. Sie gehen von der Mitte der Ferse, bis zum Fersenbein und reiben nochmal das Kinesiotape an der Stelle. Dann ziehen sie das restliche Papier ab und bringen den Streifen wieder unter Zug. Unter Dehnung bringen sie dann das noch freie Stück, bis kurz unterhalb der Kniekehle an. Auch den letzten Abschnitt, bringen sie mit der Faust unter Reibung. Der Streifen verläuft durch die Mitte der Wadenmuskulatur. Der zweite Streifen wird nochmal in zwei weitere Hälften geteilt. Allerdings wird er nicht komplett getrennt, sondern sie lassen noch ungefähr sieben Zentimeter frei. So entsteht ein Kopf mit zwei Beinen, welcher an den Anfang angebracht wird und nur als Fixierung dient.

Auch bei den beiden Beinen des Streifens, werden die Enden nochmal angeschnitten und kurvig zurechtgeformt. Sie reißen das Papier am Anfang der beiden Beine auseinander. Der Kopf des Streifens wird jedenfalls an die Mitte der Ferse auf das bereits aufgetragene Kinesiotape geklebt und wieder unter Reibung gebracht. Die Fußspitzen werden in Richtung Nase herangezogen und die Muskulatur wieder in Dehnung gebarcht. Jetzt nehmen wir das Papier weg und bringen das Kinesiotape unter Zug. Das eine Bein des durchgeschnittenen Kinesiotape, wird an der Außenseite entlang der Wadenmuskulatur angebracht, bis kurz unterhalb der Kniekehle. Das Gleiche passiert mit dem anderen Bein. Nur diesmal entlang der Innenseite der Wadenmuskulatur. Jetzt haben wir einen Streifen der, durch die Mitte der Wade geht und zwei dünnere, die jeweils rechts und links bogenförmig zum Knie hochziehen. Allerdings sind wir noch nicht fertig. Es wird ein weiterer Streifen genommen. Dieser ist wesentlich kleiner, als die Vorherigen. Die Länge entspricht hierbei, dem Abstand zwischen dem inneren und äußeren Knöchel. Auch hier werden die Enden abgeschnitten und kurvig zurechtgeformt. Wieder reißen wird das Papier in der Mitte auseinander und dehnen ihn wieder. Zum Schluss bringen wir es über das Fersenbein, horizontal zwischen innerem und äußerem Knöchel an. Auch hierbei kommt eine Reibung auf das Kinesiotape.