Test auf Schlaganfall

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Schlaganfall Symptome

Mit steigenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht auch das Risiko für Schlaganfälle nach oben. Verschiedene Risikofaktoren wie das Alter, Rauchen oder Bluthochdruck begünstigen dies. Zwar tritt der Schlaganfall häufiger bei älteren Menschen auf, kann jedoch auch bei jungen Erwachsenen oder Kindern vorkommen. Wie es zum Schlaganfall kommt, woran man diesen erkennt und wie wichtig die Prävention ist, wird im nachfolgenden Text beschrieben.
Umfassende Informationen zu diesem Thema finden Sie auf dieser Seite: Schlaganfall



Symptome

Die Symptome richten sich nach dem betroffenen Areal im Gehirn. Auch der Schweregrad der Erkrankung richtet sich nach dem Schaden.

  • Häufige Symptome sind Lähmungen, die zuerst schlaff und dann spastisch werden. Dies kann einzelne Extremitäten oder eine ganze Körperhälfte betreffen. Die Kontrolle über die lähmende Extremität geht dem Patienten verloren.
  • Parästhesien wie Kribbeln oder Taubheit sind jedenfalls typisch für den Schlaganfall.
  • Auch kann es zu Gleichgewichts- und Koordinationsstörungen kommen.
  • Die Sinneswahrnehmung kann sich jedenfalls verschlechtern.
  • Weitere Symptome sind häufig Schwierigkeiten beim Sprechen. Der Patient kann entweder gedachte Worte nicht aussprechen, da der Stimmapparat insuffizient ist oder es liegt an Problemen im Denkprozess. Hierbei fallen dem Patienten die Wörter nicht mehr ein und er spricht somit sinnfrei und verwirrend. Daher ist es in der Therapie wichtig die Art der Sprachstörung zu erkennen, da diese unterschiedlich behandelt werden muss.
  • Auch kann zu den Denkproblemen, vermehrt Vergesslichkeit hinzukommen.
  • Das Sehvermögen kann jedenfalls eingeschränkt sein und auch das Risiko der Erblindung ist gegeben.

Anzeichen

Wie schon beschrieben handelt es sich beim Schlaganfall um eine Minderversorgung eines Hirnareals. Dieser kann massive Folgen für den Patienten und auch Lebensgefahr bedeuten. Je länger das Hirnareal nicht durchblutet wird, desto mehr Zellen sterben im Gehirn ab. Aus diesem Grund ist es wichtig, erste Anzeichen zu kennen und zu deuten. Wenn sich erste Anzeichen bei einer Person bemerkbar machen, sollte der Notarzt sofort und schnellstmöglich kontaktiert werden. Es können drei typische Anzeichen für einen Schlaganfall genannt werden, die auch vor Ort getestet werden können.

  1. Das erste Anzeichen ist eine verwaschene Sprache bzw. Probleme bei der Sprachbildung. Hierfür kann getestet werden, ob die Person einen Satz nachsprechen kann. Nicht an sich das Sprechen ist relevant, sondern das Nachsprechen eines vorgegebenen Satzes.
  2. Des weiteren kann es zur Lähmung einer Gesichtshälfte kommen. Hierbei soll die Person einfach seine Zähne zeigen. Wenn sich ein Mundwinkel nicht abhebt, spricht es für eine Gesichtslähmung.
  3. Beim dritten Test überprüft man wieder vorhandene Lähmungen an den Extremitäten. Hierfür soll die Person beide Arme nach vorne ausstrecken und die Handflächen unbedingt nach oben richten. Fällt ein Arm nach unten, spricht dies für ein Kraftdefizit und eine vorhandene Lähmung in den Armen.

Neben diesen auffälligen Symptomen, können jedoch auch mildere Anzeichen der Vorbote für einen Schlaganfall sein. Hierzu zählen translatorisch ischämischen Attacken (TIA) wie beispielsweise:

  • eine vorrübergehende Einschränkung im Sehvermögen
  • Lähmungserscheinungen, die jedoch nach einigen Stunden wieder von selbst verschwindet 

Das Tückische an diesen Attacken ist, dass die Patienten es nicht ernst nehmen könnten und nicht zum Arzt gehen. Diese vorrübergehende Einschränkungen werden durch einen Thrombus im Gehirn verursacht, der jedoch das Gefäß nicht komplett schließt, sondern in andere Hirnareale wandert. So ist ein erhöhtes Schlaganfallrisiko gegeben, welches sofort behandelt werden muss. Daher ist es sehr wichtig, bei jedem Anzeichen eines Schlaganfalles zum Arzt zu gehen.

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Therapie

In erster Linie ist es wichtig, den Thrombus so schnell wie möglich zu entfernen:

  • dies kann durch eine systematischen Thrombolyse
  • mechanische Thrombektomie per Katheter geschehen

Auch Bluthochdruck der ein großer Risikofaktor für Schlaganfälle ist, wird durch Medikamente eingestellt.  Damit keine weiteren Schlaganfälle auftreten, wird der Patient dauerhaft mit gerinnungshemmenden Medikamenten versorgt. Bei Hirnblutungen werden z.B. chirurgische Eingriffe durchgeführt, um den Druck im Gehirn zu beheben.
Die Akutversorgung eines Schlaganfalles wird an einer dafür eingerichteten Stroke-Unit durchgeführt. Nachdem der Patient auf der Stroke-Unit versorgt wurde und sein Zustand wieder stabil ist, wird eine Reha eingeleitet. Entstandene Defizite vom Schlaganfall, bedürfen einer intensiven Therapie die sich aus verschiedenen Therapiemaßnahmen zusammenstellt. Der Patient soll seinen Zustand nicht nur verbessern und sich auf zu Hause vorbereiten, sondern auch seinen Lebensstil prophylaktisch gestalten. All dies wird ihm in der Reha beigebracht. Der Patient soll lernen, seinen Lebensstil gesund zu führen, um Risikofaktoren für einen Schlaganfall zu minimieren.

Wie bei einem Bruch braucht auch das Gehirn seine Zeit, um verlorene Funktionen wiederzuerlernen und zu verbessern. Daher wird häufig nach der Reha eine ambulante Versorgung angeschlossen. Solche ambulanten Therapien finden je nach Symptombild des Patienten durch Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie statt. Durch das regelmäßige Training mit den Therapeuten, soll der Zustand des Patienten erhalten werden und sich verbessern. Wenn Zellen im Gehirn schon abgestorben sind, können diese nicht mehr regenerieren. Jedoch können umliegende Strukturen im Gehirn, diese Funktionen bis zu einem gewissen Grad wieder erlernen und ersetzen. Hierdurch ist das Training für das Wiedererlernen wichtig.

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Folgen

  • Fällt der Schlaganfall mild aus, können sich die Defizite stark minimieren oder vollständig verschwinden. So kann nach Monaten am Patienten nichts mehr zu erkennen sein. Jedoch können auch leichte Einschränkungen in bestimmten Fähigkeiten bleiben.
  • Bei einer schwerwiegenden Schädigung im Gehirn, verschlechtert sich auch der Zustand des Patienten. Dies kann bis zur Pflegebedürftigkeit oder einem Koma gehen. So ist der Patient ohne fremde Hilfe nicht mehr in der Lage, seinen Alltag zu meistern. Durch Lähmungen von bestimmten Extremitäten, sowie massiven Sprech- und Denkproblemen fällt es dem Patienten schwer sich selbst zu versorgen.
  • Wenn sich der Schlaganfall vereinzelt in wenigen Symptomen manifestiert hat, werden dem Patienten Hilfsmittel zur Verfügung gestellt, die ihn so selbstständig wie möglich lassen sollen.

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Lebenserwartung

Die Frage der Lebenserwartung beim Schlaganfall richtet sich nach der Häufigkeit der Schlaganfälle und ihrer Folgen. Jeder Schlaganfall kann tödlich enden.  Jedoch soll sich die Therapie und der Patient auch auf die Vorsorge konzentrieren. So sollen weitere Schlaganfälle vorgebeugt werden. Denn jeder Schlaganfall reduziert die Lebenserwartung der Patienten massiv.

Reha

Wenn der Schlaganfall akut eintrifft, gilt es in erster Linie den Patienten zu stabilisieren. Die Ursache wird behandelt, um die Defizite so gering wie möglich zu halten. Nach der Akutversorgung, gilt es den Patienten in die Reha zu schicken, um den Patienten wieder auf einen Alltag vorzubereiten.

  • Es wird der gesundheitliche Zustand des Patienten wieder verbessert und durch Training wiederhergestellt.
  • Eine Reha macht für Patienten Sinn, die einen gewissen Grad an Selbstständigkeit erzielen können und die Prognose für den Patienten günstig ist.
  • Während des stationären Aufenthaltes in einer Rehabilitationsklinik, wird eine Reihe von Therapiemaßnahmen durchgeführt, die sich nach dem Befund und Zielen des Patienten richten.
  • Wichtige Bausteine sind hier die Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Verhaltenstherapie. Aber auch eine Vielzahl an anderen Therapiemaßnahmen wie eine Ernährungsberatung oder Funktionstraining können eingesetzt werden. Insgesamt geht die Reha 3-4 Wochen und findet in spezialisierten, neurologischen Einrichtungen statt.

Sie wollen mehr über die in der Reha angewandten Techniken erfahren? Dann lesen Sie den Abschnitt "alternative Behandlungsmaßnahmen".

Ursachen

Neben dem Herzinfarkt gehört der Schlaganfall zu den häufigsten Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Deutschland. Obwohl der Schlaganfall sich neurologisch auf den Körper des Patienten auswirkt, liegt die Ursache hierfür im Gefäßsystem.

  • Die meisten Schlaganfälle, werden durch einen Thrombus hervorgerufen, welcher die zu versorgenden Arterien des Gehirns verschließt. Hierbei handelt es sich um ischämische Schlaganfälle. Solche Ischämien können im Gehirn direkt oder auch in den Carotis-Arterien am Hals auftreten. Ein solcher Thrombus ist eine Ansammlung von Thrombozyten im Blut. Diese können vom Durchmesser so groß sein, dass diese eine Arterie verschließen. Durch die folgende Minderdurchblutung des Gehirns, kommt es zum Absterben von Zellen im Gehirn und den neurologischen Ausfallerscheinungen.
  • Neben den ischämischen Schlaganfällen gibt es den kleinen Teil der hämorrhagischen Schlaganfällen. Hierbei kommt es zu einer Minderversorgung durch eine Hirnblutung. Durch das Reizen einer Arterie und dem entstehenden Ödem im Gehirn, wird das Gehirn nicht nur schlechter versorgt, sondern auch in betroffenen Bereichen komprimiert. Dies kann durch z.B.  traumatische Geschehen oder dem Reizen eines Aneurysmas im Gehirn geschehen.

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Zusammenfassung

Mit einem gesunden Lebensstil und einer gezielten Therapie, kann der Patient seinen gesundheitlichen Zustand auch nach dem Schlaganfall verbessern. Besonders die Vorsorge ist für den Patienten relevant, um das Risiko weiterer Schlaganfälle zu verringern. Es handelt sich um eine lebensbedrohliche Erkrankung, die sofort behandelt werden muss. Je früher die Behandlung eintritt, desto geringer fallen die Beschwerden für den Patienten aus und können auch vollständig verschwinden.