Analthrombose blutet

Bei einer Analthrombose handelt es sich um einen dunkelroten Knoten im Bereich des Analkanals oder des Afters. Diese Schwellung entsteht durch ein Blutgerinnsel aus dem venösen Kreislaufsystem. Es kommt meist zu sehr stark ausgeprägten Schmerzen, die für die Betroffenen sehr einschränkend und belastend sind.

Da es sich bei der Analthrombose um einen blutgefüllten Knoten handelt, der unter starker Spannung steht, kann es in fortgeschrittenen Verläufen durch Reizungen oder Reibung zum Einreißen der Schleimhaut kommen. Daher ist es nicht selten, dass eine Analthrombose blutet. Hierbei gilt es, einige wichtige Punkte zu beachten. Bei Unklarheiten sollte stets ein Facharzt für Proktologie aufgesucht werden.

Analthrombose blutet stark

Wenn eine Analthrombose seit längerer Zeit besteht, baut sich eine zunehmende Spannung auf der oberflächlichen Haut auf. Daher kann es durch Reibung im Bereich der Thrombose zu Rissen der Haut mit Blutungen kommen.

Starke Blutungen werden vor allem durch Bewegungen gefördert, beispielsweise, wenn es während des Sports zum Riss der Haut kommt. Da die Analregion gut durchblutet ist, ist eine starke Blutung bei einer Analthrombose nicht verwunderlich.

Zur Blutstillung sollten saubere Kompressen verwendet werden. Wenn die Blutung jedoch nicht zu stoppen ist, sollte bei einer starken Blutung zeitnah ein Arzt aufgesucht werden, um einen größeren Blutverlust zu vermeiden.

Analthrombose blutet leicht

Eine Analthrombose kann als blutgefüllter Knoten zu Blutungen führen. Diese treten in der Regel erst bei fortgeschrittenen Verläufen auf und sind dann meist von stärkerer Intensität.

An sich kann es auch zu leichten Blutungen kommen, wenn lediglich eine leichte Verletzung der Schleimhaut vorliegt. Eine leichte Blutung ist allerdings eher untypisch für eine Analthrombose. Stattdessen deutet dieses Symptom häufiger auf das Vorliegen von Hämorrhoiden hin, die fälschlicherweise für eine Analthrombose gehalten werden.

Zur Abklärung sollte daher ein Arzt aufgesucht werden. Eine leichte Blutung versiegt in der Regel nach ein paar Minuten von selbst.

Analthrombose ist geplatzt

Bei einer Analthrombose handelt es sich um einen unter Spannung stehenden Knoten, der durch ein Blutgerinnsel entsteht. Die Spannung und der Druck, die auf der Hautoberfläche lasten, können durch Sport, Stuhlgang oder andere Reibungen verstärkt werden. Dann kann es zum Platzen der Analthrombose kommen.

Dies passiert in der Regel vor allem bei fortgeschrittenen Verläufen einer Analthrombose, wenn das Gerinnsel bereits länger besteht und sich der Druck an der entsprechenden Stelle aufgebaut hat. Typisch ist hierbei ein zunächst zunehmender Schmerz, der dann zum Zeitpunkt des Platzens schlagartig nachlässt. Außerdem geht das Platzen einer Analthrombose, was auch als Perforation bezeichnet wird, mit einer Blutung einher.

Diese ist in der Regel sehr stark und spült das Gemüse Blutgerinnsel aus dem Knoten heraus. Daher ist es typisch für eine perforierte Analthrombose, dass eine starke Blutung auftritt, die dann mit entsprechender Blutstillung durch Kompression des Bereichs nachlässt.

Sollte die Blutung nicht nachlassen, ist es möglich, dass das Blutgerinnsel nicht komplett aus der Wunde herausgespült wurde und eine Art Schmierblutung besteht. Daher sollte bei Unklarheiten ein Arzt aufgesucht werden, um sicherzustellen, dass es nach dem Platzen der Analthrombose nicht zur Bildung einer weiteren Thrombose kommen kann.

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Analthrombose blutet nach Stuhlgang

Dass eine Analthrombose blutet, kommt meist nur bei seit länger bestehenden Läsionen vor. Prinzipiell kann eine Blutung durch Reibungen oder vermehrte Reizungen auftreten, so auch beim Stuhlgang.

Typisch ist das Auftreten einer Blutung nach dem Stuhlgang allerdings nicht, viel häufiger kommt es zu Blutungen nach dem Stuhlgang bei Hämorrhoiden.

Die Unterscheidung zwischen Analthrombosen und Hämorrhoiden ist häufig nicht sehr leicht und sollte daher durch einen Facharzt für Proktologie erfolgen. Eine Untersuchung wird in solch einem Fall außerdem empfohlen, um die weitere Vorgehensweise zur Behandlung zu klären.

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Analthrombose blutet während der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft kommt es gehäuft zu Analthrombosen, da mehr Druck auf dem Analbereich lastet und der venöse Rückfluss durch zunehmende Einlagerungen von Wasser in der Gebärmutter erschwert wird.

Zu einer Blutung kommt es eher selten bei einer Analthrombose in der Schwangerschaft. Eine frühzeitige Behandlung kann das Fortschreiten der Läsion häufig verhindern.

Außerdem sollte bei einer Blutung in der Schwangerschaft immer abgeklärt werden, ob diese nicht eventuell durch andere Faktoren verursacht wird. Daher ist beim Auftreten einer Blutung stets der Besuch bei einem Arzt zu empfehlen.

Analthrombose blutet nach OP

Nach der operativen Versorgung einer Analthrombose kann es gelegentlich zu Nachblutungen kommen. Dabei handelt es sich meist um harmlose Blutungen aus kleinen Gefäßen, die durch die Operation verletzt wurden. Daher ist eine kleine Nachblutung aus der Wunde, wie bei jeder anderen Operation, kein Grund zur Sorge.

Die Nachblutungen sind in der Regel nur von kurzer Dauer und stoppen von selbst. Kommt es allerdings zu einer Blutung nach der OP, die nicht von selbst aufhört und über längere Zeit andauert, sollte schnell der behandelnde Operateur aufgesucht werden. In diesem Fall ist eine erneute Operation zur Blutstillung notwendig.

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Analthrombose blutet seit Tagen

Bei einer komplizierten oder länger bestehenden Analthrombose kann es zu immer wiederkehrenden Blutungen kommen. Dies ist eher eine Seltenheit, führt aber zu einer starken Belastung bei den Betroffenen.

Die zugrundeliegende Ursache ist eine stark gereizte Schleimhaut im Bereich der Thrombose. Die Blutungen treten dann häufig bei der Analhygiene und beim Stuhlgang auf.

Die Behandlung in solchen Fällen ist individuell sehr von der Art der Analthrombose und der Ausprägung der Beschwerden abhängig. Daher wird eine ärztliche Konsultation empfohlen.

Behandlungsmöglichkeiten

  • Eine Behandlungsmöglichkeit bei einer Analthrombose ist der Einsatz von Salben. Zur Linderung der Schmerzen können Voltaren oder Diclofenac Salben eingesetzt werden. Auch eine Salbe mit Rosskastanienextrakt kann die Regeneration der Schleimhautläsion unterstützen.
  • Des Weiteren können Sitzbäder oder Umschläge mit entsprechenden Extrakten zur Anwendung kommen.
  • Hamamelis und Aloe barbadensis sind homöopathische Mittel, die zur Behandlung einer Analthrombose in Frage kommen.
  • Außerdem sollte auf ausreichend körperliche Schonung, Flüssigkeit und eine ballaststoffreiche Ernährung geachtet werden.