Test Fuß­bal­len­schmer­zen

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Übungen bei Fußfehlstellungen

Das Problem bei den meisten Fußfehlstellungen beruht auf Problemen in der Haltung, der Muskulatur und dem gelenkumgebenden Gewebe. In den meisten Fällen hat das Quer - und Längsgewölbe im Fuß eine abgeflachte Stellung. Auch falsches Schuhwerk oder eine inkorrekte Bewegungsausführung können eine Fehlstellung begünstigen. Bei der Therapie von Fußfehlstellungen wird daher in der Regel neben einer korrekten Haltung vor Allem auf Übungen gesetzt, die die Muskulatur des Fußes stärken und entlasten sowie gleichzeitig mehr Stabilität und eine bessere Stellung des Fußes fördern. Die Übungen müssen von den Betroffenen regelmäßig und konsequent ausgeführt werden, damit Erfolge verzeichnet werden können.



Übungen/ Therapie Knickfuß

Das grundlegende Problem bei einem Knickfuß ist, dass der Winkel, welcher zwischen Ferse und Unterschenkel besteht nicht gerade, sondern geknickt ist. Infolgedessen weist das Fußgelenk in den meisten Fällen eine offensichtliche Neigung nach innen hin auf. Das Sprunggelenk steht nicht mehr stabil sondern in einer sogenannten Pronationsstellung. Um Probleme, welche aus der Fehlhaltung resultieren können zu verhindern, besteht die Therapie aus bestimmten Übungen um das Sprunggelenk wieder zu stabilisieren.

  1. Legen Sie ein Seil oder eine Schnur auf den Boden. Nun balancieren Sie auf den Zehenspitzen über das Seil. Um die Übung etwas anspruchsvoller zu machen, versuchen Sie mit geschlossenen Augen über das Seil zu balancieren.

  2. Stellen Sie sich für diese Übung vor eine Treppenstufe. Die Füße sind schulterbreit auseinander, die Knie leicht gebeugt. Achten Sie darauf, dass ihre Fersen-Bein-Achse gerade ist. Springen Sie nun auf die Treppenstufe und achten auch bei der Landung auf eine gerade Achse. Drehen Sie sich und springen genauso kontrolliert wieder die Stufe hinab. Machen Sie 10-15 Wiederholungen.

  3. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und legen das betroffene Fußgelenk auf ihr Knie. Drehen Sie nun mit einer Hand die Ferse nach außen, während Sie mit der anderen Hand den Vorfuß nach innen drehen, so als wollten Sie ein Handtuch auswringen. Machen Sie die Bewegung ruhig mehrere Minuten lang.

Weitere Übungen finden Sie in den Artikeln:

Übungen/ Therapie Senkfuß

Das Problem bei einem Senkfuß ist, dass die natürliche Längswölbung an der Innenseite unter Belastung stark nach unten abgesenkt ist. Dies resultiert aus einer Dauerkontraktion der Muskeln an der Unterschenkelaußenseite. Beim Senkfuß handelt es sich generell um eine weniger stark ausgeprägte Variante des Plattfußes. Während der Therapie wird versucht die Muskulatur des Fußes zu stärken und gleichzeitig den Druck von der Unterschenkelmuskulatur zu nehmen.

  1. Stellen Sie sich auf eine Treppenstufe, sodass die Fersen in der Luft sind. Nun stellen Sie sich auf die Zehenspitzen und senken dann die Ferse etwas weiter als die Stufe hinab. Machen Sie 20 Wiederholungen.

  2. Stellen Sie sich auf ein Bein. Das Bein, welches sich in der Luft befindet beschreibt nun mit dem Fuß kreisende Bewegungen in der Luft. Die Bewegung dabei kommt aus dem Fußgelenk. Bei jeder Abwärtsbewegung bewusst die Zehen in Richtung Boden strecken. 20 Sekunden durchführen.

  3. Stellen Sie sich mit beiden Beinen schulterbreit auseinander, sodass der Fuß komplett auf dem Boden steht. Nun ziehen Sie ihre Zehen in Richtung Decke, halten die Spannung 2 Sekunden und senken die zehen wieder hinab. 20 Wiederholungen.

Weitere Übungen finden Sie in den Artikeln:

Übungen/ Therapie Spreizfuß

Die Symptomatik bei einem Spreizfuß ist ein abgesenktes Fußquergewölbe wodurch sich der Vorderfuß verbreitert. Schmerzen entstehen dann dadurch, dass durch die Fehlstellung ungewohnte Teile des Fußes belastet werden. Zur Therapie gehören neben Einlagen auch zahlreiche Übungen.

  1. Umfassen Sie hierfür ihre Zehen mit der Hand und ziehen diese in Richtung Fußballen. Nun drücken Sie mit den Zehen gegen den Druck der Hand, so als wollten Sie den Fuß wieder öffnen. Führen Sie 10-15 Wiederholungen durch.

  2. Nehmen Sie den betroffenen Fuß in beide Hände, wobei eine Hand das Zehengrundgelenk des großen Zehs umfasst und die andere Hand das des kleinen Zehs. Nun rollen Sie mit den Händen die beiden Zehen zueinander hin. Wiederholen Sie diese bogenförmige Bewegung auch 10-15 mal.

  3. Auch die Fußmassage mit einem Tennis- oder kleinen Massageball ist eine gute Übung bei einem Spreizfuß. Stellen Sie dafür den betroffenen Fuß auf den Ballen und versuchen Sie möglichst alle Bereiche des Fußes abzurollen.

Weitere Übungen finden Sie in den Artikeln:

Übungen/ Therapie Hohlfuß

Der Hohlfuß ist quasi das genaue Gegenteil vom Plattfuß. Das Längsgewölbe des Fußes ist hier erhöht, sodass es entweder zu einem Ballen- oder Hackenhohlfuß kommt, wobei ersterer häufiger vorkommt. Durch die starke Belastung bilden sich dann Druckstellen und bei einem Hohlfuß oftmals auch Hühneraugen. Da ein Hohlfuß meistens durch eine schwach ausgebildete oder gelähmte Fußmuskulatur ausgelöst wird, sollte diese durch Übungen gestärkt werden.

  1. Setzen Sie sich auf einen Stuhl und legen das betroffene Fußgelenk auf ihr Knie. Drehen Sie nun mit einer Hand die Ferse nach außen, während Sie mit der anderen Hand den Vorfuß nach innen drehen, so als wollten Sie ein Handtuch auswringen. Machen Sie die Bewegung ruhig mehrere Minuten lang.

  2. Stellen Sie sich auf zwei übereinander gestapelte Kissen. Nun heben Sie ein Bein vom Boden ab und halten Sie die Balance. Wechseln Sie nach 20 Sekunden die Beine.

  3. Versuchen Sie so oft es möglich ist barfuß zu laufen, vor Allem auf unebenen Untergründen, da dies die Muskulatur des Fußes auf natürliche Weise stärkt.

  4. Im Sitzen fixieren sie beide Fersen am Boden. Versuchen Sie sich durch krallen der Zehen in den Boden nach vorne und wieder nach hinten zu robben. Die Ferse bleibt dabei konstant am Boden.

Weitere Übungen finden Sie in dem Artikel Physiotherapie bei Fußfehlstellungen

Übungen/ Therapie Plattfuß

Auch beim Plattfuß liegt die Ursache bei einer verkrampften Muskulatur an der Unterschenkelaußenseite. Im Gegensatz zum Senkfuß liegt hier der gesamte Fuß platt auf dem Boden, daher der Name. Folgende Übungen werden im Rahmen der Therapie durchgeführt.

  1. Stellen Sie sich auf eine Weiche Unterlagen (zum Beispiel 1-2 Kissen). Nun drücken Sie aktiv ihren Zehen in Richtung Boden. Halten Sie die Spannung 20 Sekunden. 3 Durchgänge.

  2. Stellen Sie sich mit den Beinen schulterbreit auseinander und begeben sich auf die Zehenspitzen. Dann senken Sie langsam und kotrolliert die Ferse in Richtung Boden und verlagern ihr Gewicht so darauf, dass der Vorderfuß vom Boden abhebt. Wiederholen Sie die Übung 15 mal.

  3. Legen Sie eine Zeitung vor sich auf den Boden. Fixieren Sie diese nun mit einem Fuß während Sie versuchen die Zeitung mit den Zehen des anderen Fußes zu greifen und zu zerreißen. Wechseln Sie zwischendurch die Füße. Führen Sie die Übung ruhig mehrmals täglich durch.

Übungen/ Therapie Klumpfuß

Da es sich beim Klumpfuß um eine angeborenen Fußfehlstellung handelt, ist es essentiell diese möglichst 24 bis 48 Stunden nach der Geburt zu behandeln. Die Therapie erfolgt entweder konservativ nach Ponseti oder nach Zukunft-Huber. Beide Therapieansätze versuchen die Fehlstellung manuell durch verschiedene Grifftechniken zu therapieren. Eine Operation wird aufgrund der vielseitigen alternativen Verfahren nur noch selten angewandt. Im Rahmen einer intensiven Nachbehandlung müssen die Kinder im späteren Leben zahlreiche Übungen zum Muskelaufbau, zur Koordination und zur Beweglichkeit durchführen. Im Säuglingsalter geschieht dies meist passive durch Therapeuten oder die Eltern.

  1. Lassen Sie ihr Kind über ein auf dem Boden liegendes Seil balancieren. Zur Erschwerung können die Augen während der Übung geschlossen werden.

  2. Auch das Balance Board eignet sich gut um Koordination und Muskelkraft zu trainieren.

  3. Lassen Sie ihr Kind so oft es geht barfuß laufen, insbesondere auf weiche Unterlagen fördert dies die natürliche Entwicklung des Fußes.

Mehr Informationen erhalten Sie in den Artikeln:

Einlagen/ Schuhe

Orthopädische Schuheinlagen oder Schuhe können die Symptome bei Fußfehlstellungen lindern. Je nach Art der Fehlstellung wird den Betroffenen dann eine Einlage speziell an den Fuß angepasst:

  • beim Knickfuß ist es wichtig, dass die Einlage oder der Schuh am Innenrand erhöht ist, um ein einknicken des Fußes zu verhindern und den Fuß zu entlasten.

  • beim Senk- und beim Plattfuß werden Einlagen gewählt, die eine übermäßige Pronation verhindern und so dem Abflachen des Fußlängsgewölbes entgegenwirken sollen.

  • beim Spreizfuß wird eine retrokapitale (das bedeutet: das Polster ist hinter dem Mittelfußkopf gelegen) Einlage gewählt, die sowohl das Quer- als auch das Längsgewölbe des Fußes unterstützen soll

  • beim Hohlfuß dienen die Einlagen dazu den Fuß zu Stützen und je nachdem entweder Vorfuß oder Ferse zu entlasten und das Abrollen des Fußes zu verbessern

  • ein Klumpfuß sollte möglichst direkt nach der Geburt korrigiert werden, tritt er im Erwachsenenalter auf sollte ein sogenannter Anti-Varus-Schuh angefertigt werden, der die nach innen-oben gerichtete Fehlstellung korrigiert

Spätfolgen bei Fehlstellungen

Fußfehlstellungen verursachen nicht immer unmittelbare Probleme für die Betroffenen. Bleibt die Fehlstellung jedoch lange Zeit unbehandelt und verschlechtert sich, kommt es zu Spätfolgen. Diese können relativ harmloser Art sein und sich zum Beispiel durch Druckschmerzen, Druckstellen oder Belastungsschmerzen äußern. Es kann aber auch zu strukturellen Veränderungen am Fuß kommen, was ein Arthrose Risiko erhöht und die Beweglichkeit unter Umständen einschränkt. Durch den veränderten Bewegungsablauf sind nicht nur die Füße von den Folgen der Fußfehlstellung betroffen sondern auch andere Gelenke. Dazu gehören insbesondere das Kniegelenk und das Hüftgelenk, die in Folge der Fehlstellung ungünstig oder falsch belastet werden, wodurch auch dort Schäden und Schmerzen entstehen können. Wenn der Gang der Patienten unregelmäßig ist, wirkt sich die Fußfehlstellung ebenfalls auf die Wirbelsäule aus, was zu einer Vielzahl an weitere Beschwerden führen kann. Im Anfangsstadium versucht der Körper immer noch Ungleichheiten selbst auszugleichen. Bleiben diese jedoch zu lange bestehen, kippt irgendwann das Gleichgewicht und Probleme entstehen. Um Spätfolgen bei Fußfehlstellungen zu verhindern, ist es wichtig, dass Betroffene rechtzeitig zum Arzt gehen und durch eine gezielte Therapie die Fehlstellung verbessern und korrigieren. Dies wird Ihnen nicht nur im Alltag vieles erleichtern sondern auch viele spätere Probleme verhindern.

Lesen Sie diesbezüglich den Artikel Physiotherapie bei Fußfehlstellungen

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Zusammenfassung

Alles in allem können durch die richtigen Übungen die verschiedenen Formen von Fußfehlstellungen in der Regel verbessert werden. Voraussetzungen für eine erfolgreiche Therapie ist die Compliance (= Therapietreue) des Patienten. Die erlernten Übungen sollten konsequent und regelmäßig durchgeführt werden. Auch das Tragen von geeignetem Schuhwerk und oder Einlagen, die an das individuelle Beschwerdebild angepasst sind ist zu empfehlen. Die Tatsache, dass viele Fußfehlstellungen unentdeckt bleiben täuscht oft über die zahlreichen Spätfolgen hinweg. Tatsächlich ist in Deutschland aber fast jeder 3. in irgendeiner Form von Fußfehlstellungen betroffen.